Hohe Darlehensnachfrage beim Landeskulturfonds

Im Jahr 2018 stieg die Nachfrage nach Darlehen beim Landeskulturfonds wieder stark an. Bei den Agrarinvestitionskrediten kam es zu einem Anstieg von 89 Fällen im Jahr 2017 auf 113 im Jahr 2018.

Der Landeskulturfonds ist seit 1951 einer der wichtigsten Finanzierungspartner für die Tiroler Landwirtschaft. Der Hauptanteil der Kredite entfällt auf die Agrarinvestitionskredite mit denen maßgeblich der Bau von Ställen, Tennen und anderen Wirtschaftsgebäuden, Teile der technischen Innenwirtschaft, Bergbauernspezialmaschinen und bestimmte Anlagen für die Außenwirtschaft finanziert werden können. Bei den Agrarinvestitionskrediten kam es 2018 wieder zu einem deutlichen Anstieg gegenüber 2017. Insgesamt genehmigte das Kuratorium 113 AIK-Kreditanträge (2017: 89). Die durchschnittliche Darlehenshöhe betrug € 112.755,-- und bedeutet einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Gemessen an der Investitionssumme der Projekte finanzierte der Landeskulturfonds damit knapp 45 % der Gesamtkosten, die restlichen 55 % werden durch Eigenmittel, zusätzliche Bankkredite, Eigenleistungen und teilweise durch Investitionszuschüsse aufgebracht.

Weiters wurden Konsolidierungskredite vergeben. Dabei handelt es sich um Kredite, die HofübernehmerInnen bis zu einem Alter von höchsten 40 Jahren in zeitlichem Zusammenhang mit der Hofübernahme zur Umschuldung von Alt-Schulden des Übergebers beantragen können. Die Konditionen sind die gleichen wie bei den Agrarinvestitionskrediten. Damit soll jungen Menschen die Übernahme von bereits verschuldeten Betrieben erleichtert werden. 2018 konnten in dieser Sparte 3 Kredite (2017: 7) mit einer Darlehensgesamtsumme von € 450.000,-- bewilligt werden.

Ebenfalls drei Kredite (2017: 1) wurden im Rahmen des Qualitätsprogrammes zur „Förderung der bäuerlichen Tourismuswirtschaft" vergeben, das auf die Qualitätsverbesserung im Bereich Urlaub am Bauernhof abzielt und dazu beitragen soll, die Einkommenssituation am Hof zu verbessern und damit die Landwirtschaft abzusichern. Die Darlehenssumme betrug € 170.000, die Gesamtkosten € 514.000,--.

Einen leichten Rückgang gab es bei den Krediten für den Landarbeiterwohnungsbau. Hier konnten 17 Fälle (2017: 22) abgewickelt werden, wobei die Darlehenssumme € 374.500,-- und die Gesamtkosten € 3.384.000,-- betrugen. Der verhältnismäßig niedrige Finanzierungsanteil durch den Landeskulturfonds ergibt sich aus der richtliniengemäßen Darlehensobergrenze von € 25.000,--.

Schließlich konnte ein geringfügiger Anstieg bei der Nachfrage nach Krediten für Grundankäufe festgestellt werden. Nach einem Fall im Jahr 2017 wurden 2018 wieder drei Kredite mit einer Darlehensgesamtsumme von € 700.500,-- vergeben. Die Investitionssumme betrug insgesamt € 2.449.000,--. Die wenigen Fälle sind darauf zurückzuführen, dass nur der Ankauf von ganzen Höfen durch Neueinsteiger und bei bereits aktiven Betrieben nur „Flurbereinigungen" - also der Ankauf von direkt angrenzenden Flächen - mitfinanziert werden kann. Grundankäufe durch aktive Betriebe kommen zwar relativ häufig vor, dass es sich dabei jedoch zusätzlich um eine Flurbereinigung handelt ist relativ selten.

 

 

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